
Sandra Martens
Franz-Schneider-Str. 11a
47574 Goch
Tel.-Nr.: 02823/4193034
Handy-Nr.: 0151/15874964
Pädagogische Konzeption der „Windelzwerge“
„Wir sind niemals am Ziel, aber immer auf dem Weg“
Vinzenz van Paul
Inhaltsverzeichnis
1.0 Vorwort............................................................................................ 3
2.0 Über mich - Beruf aus Leidenschaft................................................ 3
2.1 Meine Familie.................................................................................... 3
2.2 Pflegeerlaubnis................................................................................. 3
2.3 Polizeiliches Führungszeugnis........................................................ 4
2.4 Gesundheitszeugnis......................................................................... 4
3.0 Vorstellung der Kindertagespflege.................................................. 4
3.1 Lage................................................................................................... 5
3.2 Betreuungszeiten ab 2025............................................................... 5
3.3 Schließzeiten..................................................................................... 5
3.4 Räumlichkeiten.................................................................................. 6
3.5 Außengelände.................................................................................... 7
4.0 Ziele meiner pädagogischen Arbeit.................................................. 7
4.2 Inklusion............................................................................................. 9
4.3 Partizipation...................................................................................... 10
4.4 Bildungsbereiche.............................................................................. 10
4.5 Bildungsdokumentation................................................................... 11
4.6 Erziehungsschwerpunkte................................................................. 12
5.0 Ernährung.......................................................................................... 12
5.1 Hygiene und Sauberkeit.................................................................... 13
5.2 Stärkung der Abwehrkräfte............................................................... 13
6.0 Eingewöhnung in Bezug auf das Berliner Modell............................ 13
7.0 Ruhephasen und Schlafbedürfnisse................................................ 14
8.0 Tagesablauf und Rituale................................................................... 14
9.0 Zusammenarbeit mit den Eltern...................................................... 15
10.0 Vertretungen im Krankheits- und Urlaubsfall................................ 16
11.0 Schlusswort.................................................................................... 16
1.0 Vorwort
Liebe Eltern, Sie spielen mit dem Gedanken Ihr Kind von einer
Tagesmutter betreuen zu lassen oder sind schon auf konkreter Suche
nach DER Tagesmutter für Ihr Kind. Dieses pädagogische inklusive Konzept der
Tagespflegestelle „Die Windelzwerge“ soll Ihnen einen Einblick in
meine Arbeit mit den Kindern ermöglichen und Ihnen helfen mich
etwas näher kennenzulernen.
2.0 Über mich - Beruf aus Leidenschaft
Mein Name ist Sandra Martens. Ich bin im Juni 1975 in Goch geboren.
Seit 1999 bin ich verheiratet. Meinem Hobby gehe ich beim Spielmannszug der Feuerwehr Goch nach. Des-
weiteren spiele ich seit meinem dritten Lebensjahr sehr gerne Klavier.
Die Ausbildung zur Bürokauffrau absolvierte ich 1994 mit Erfolg. 20 Jahre bin ich meinem Beruf im Büro
nachgegangen. Da meine Firma 2010 Insolvenz beantragte, musste ich mich neu orientieren. Aufgrund
meiner Tätigkeit als Jugendwart und Flötenausbilderin bei der Feuerwehr, sowie mehreren Jugendlagerfahrten,
fiel mir der Entschluss nicht schwer. Bereits im Jahr 2010 führte ich Gespräche mit dem Gocher Jugendamt
und qualifizierte mich als Tagesmutter.
2.1 Meine Familie
Mein Mann heißt Jochen Martens, ist 1970 geboren, und arbeitet bei den Gocher Stadtwerken als Sperrkassierer.
Unser gemeinsamer Sohn Luca Malco ist im Jahr 2003 geboren und unsere Tochter Sina Sophia kam 2008 zur Welt.
Unsere Familie wird von unseren Katern Mailo und Bo abgerundet.
2.2 Pflegeerlaubnis
Die aktuelle Pflegeerlaubnis vom 19.02.2024 wurde mir vom Jugendamt Goch erteilt. Diese beinhaltet, dass ich
Kinder in der Tagespflege aufnehmen und betreuen darf. Die Erlaubnis befugt zur Betreuung von bis zu acht Kindern,
von denen fünf gleichzeitig anwesend sein dürfen.
2.3 Polizeiliches Führungszeugnis
Ein polizeiliches Führungszeugnis ist verpflichtend und liegt dem Gocher Jugendamt vor.
2.4 Gesundheitszeugnis
Ein Gesundheitszeugnis ist verpflichtend und liegt dem Gocher Jugendamt vor.3.0 Vorstellung der Kindertagespflege
3.0 Vorstellung der Kindertagespflege
Im Jahr 2010 habe ich die Qualifikationskurse zur Tagespflegeperson absolviert.
Seit Dezember 2010 betreue ich Tageskinder an fünf Tagen in der Woche in der Einliegerwohnung in unserem
Einfamilienhaus. Den Kindern und mir stehen für die Tagespflege Räumlichkeiten von 70 qm zur Verfügung.
Es gibt einen recht strukturierten Tagesablauf, der wie folgt aussieht: Die Ankommenszeit der Kinder liegt
zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr. Gegen 08:30 Uhr frühstücken wir gemeinsam. Anschließend setzen wir
uns zu unserer Singrunde zusammen. Nachdem wir den Frühstückstisch gemeinsam aufgeräumt haben, und das
Wetter mitspielt, gehen wir nach draußen. Hier haben wir dann verschiedene Aktivitäten.
(z.B. Ausflug mit der Bakfiets - Weezer Tierpark, Picknick, zum Turnen in der Hassumer Turnhalle, Spielplatz,
Spaziergänge, Besuch anderer Tagesmütter (für den Vertretungsfall), malen, basteln, backen, kneten, arbeiten mit
Rasierschaum, Fahrt zur Möwenkolonie, Ausflüge in den Wald …). Dabei gehe ich weitestgehend auf die Wünsche
der Kinder ein.
Gegen 11:45 Uhr decken wir den Tisch für das gemeinsame Mittagessen, welches wir gegen 12:00 Uhr zu uns
nehmen. Im Sommer auch gerne draußen auf der Terrasse. Anschließend ist es Zeit für den Mittagsschlaf. Jedes
Kind schläft individuell. Da ich mehrere Schlafräume habe, ist es möglich, die „Langschläfer“ sowie die „Kurzschläfer“
entsprechend zusammenzulegen. Hier können die Kinder auch selber mitentscheiden. Nachdem alle ausgeschlafen sind,
nehmen wir noch einen kleinen Snack zu uns. Die ersten Kinder werden gegen 15:00 Uhr abgeholt.
Mit den anderen Kindern geht es dann in den Garten. Hier stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
Wir können in den Sandkasten, schaukeln, auf das Trampolin, mit Autos spielen, mit Laufräder oder Bobbycar fahren,
rutschen oder klettern, oder nochmals gemeinsame Aktivitäten durchführen.
Jedes einzelne Kind darf selber entscheiden, an welchen Aktionen es teilnehmen möchte. Nicht alle haben immer Lust,
zur vorgegebenen Zeit, das vor-gegebene Angebot zu nutzen. Diese Entscheidung liegt beim Kind selber.
3.1 Lage
Meine Tagespflegestelle liegt am Rand von Goch, sehr dicht an der niederländischen Grenze. Wenn man vom Zentrum
Goch nach Siebengewald (Niederlande) fährt, kommt man an einen Kreisverkehr. Diesen muss man an der ersten Ausfahrt
verlassen. Von dieser Straße, der Karl-Leisner-Straße, fährt man die zweite Straße links und die erste wieder links. Da
befindet sich unser Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung auf der Franz-Schneider-Str. 11a.
Wir sind von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben. Diese sind sehr leicht und schnell zu erreichen.
Erkundet wird dann beim Spaziergang, mit dem Fahrrad (Bakfiets) oder mit den Laufrädern. Natürlich lernen wir dann
auch die Tiere (Kühe, Schafe, Schweine, Schmetterlinge, Hasen …) kennen.
Ein großer Spielplatz befindet sich ca. 300 m weit entfernt. Dieser ist ebenfalls sehr
schnell und einfach zu erreichen.
3.2 Betreuungszeiten ab 2025
Montag: 07:00 - 15:45 Uhr
Dienstag: 07:00 - 15:45 Uhr
Mittwoch: 07:00 - 15:45 Uhr
Donnerstag: 07:00 - 15:45 Uhr
Freitag: geschlossen
Samstag: geschlossen
3.3 Schließzeiten
Mein Urlaub beträgt 24 Tage im Jahr. Im Juli eines jeden Jahres gebe ich meinen Urlaub für das kommende Jahr an alle
schriftlich weiter. Dieses lasse ich mir auch von den Erziehungsberechtigten unterschreiben. Es besteht die Möglichkeit, dass
Ihre Kinder durch eine Vertretung betreut werden. Diese Vertretungen sind den Kindern, sowie den Eltern bekannt. Die Absprache
der zu vertretenden Tage wird zwischen den Tagespflegepersonen und den Eltern besprochen.
3.4 Räumlichkeiten
Wir wohnen in einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Diese Einliegerwohnung nutze ich für die Tagespflege.
Sie hat eine Größe von 70 qm und beinhaltet 4 Räume. Die Küche, das Bad, ein Spielzimmer und einen großen
Aufenthaltsraum. Die drei Schlafräume befinden sich im ersten Geschoss. Diese
Schlafräume erreichen wir über die Treppe in der anderen Haushälfte.
3.5 Außengelände
Unser Garten umfasst ca. 400 qm. Der Garten ist an allen Seiten gesichert. Hier ergeben sich viele Spielmöglichkeiten.
Wir haben einen großen Sandkasten, eine Spielburg, ein eingelassenes Trampolin, Schaukeln, Balancierstämme, Hängematte
Bobbycars, Laufräder, verschiedene Klettermöglichkeiten uvm.
Desweiteren haben wir ein Hochbeet, welches die Kinder mit mir begärtnern.
4.0 Ziele meiner pädagogischen Arbeit
Jedes Kind ist von Geburt an ein einzigartiger, vollwertiger Mensch mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Begabungen
und Wahrnehmungen. Sie fühlen, sehen, denken und äußern sich, jedes auf seine Art. Sie wollen die Welt erkunden,
begreifen, fühlen, ertasten und verstehen. Jedes Kind hat Talente, die gefunden und gefördert werden sollten. Wenn Kinder,
ihre Fähigkeiten entdecken, entwickeln und einsetzen, tanken sie Selbstbewusstsein und haben Freude am Lernen. Um sie in
ihrem Wesen, ihren Begabungen und ihrer Persönlichkeit zu stärken, muss ich als Tagesmutter meine Bedürfnisse und Einstellungen
zu ihrem Tun und Handeln reflektieren und hinterfragen. Die Achtung des Kindes als individuelles Subjekt mit all seinen
Begabungen, Gefühlen, Fähigkeiten und seinem Temperament ist der Ausgangspunkt meiner pädagogischen Arbeit.
Sprachliche Förderung und Bildung:
Zielsetzung: - Spaß und Freude am Sprechen vermitteln
- Interesse an Dialogen wecken
- Respektvoller Umgang bei der individuellen Sprachentwicklung
Umsetzung - beim Morgenkreis
- mit Liedern, beim Vorlesen und Sprechen
- mit Finger- und Rollenspielen
Mathematische Bildung:
Zielsetzung: - mathematische Grundstrukturen im Alltag
- unterschiedliche Materialien auf Beschaffenheit untersuchen
- Mengen, Formen, Länge, Größe und Zahlen mit allen Sinnen
begreifen und kennenlernen
Umsetzung: - beim Sortieren von Materialien, z.B. beim Aufräumen
- beim Tisch decken, dem Verteilen von Geschirr und Besteck
Musikalische Bildung:
Zielsetzung: - Freude und Spaß an Musik entwickeln
- Kreativer Umgang mit Musik und Sprache, Tanz und Bewegung
- kennenlernen verschiedener Instrumente
- Geräusche im Alltag wahrnehmen und zuordnen können
- Gefühle über Musik und Rhythmus ausdrücken lernen
Umsetzung: - beim Singen, mit Kreisspielen, bei Tanz und Musik
- beim Ausprobieren und Spielen unterschiedlicher Instrumente
- Einsatz von Tüchern beim Tanzen und Bewegung
Naturwissenschaftliche und technische Bildung:
Zielsetzung: - den Kindern durch Experimente Zusammenhänge erfahrbarer
machen (Wachstum von Pflanzen, Wechsel der Jahreszeiten…)
- im Umgang mit verschiedenen Stoffen und Materialien
- sinnliche Erfahrungen Sammeln (kneten, pusten, rühren…)
Umsetzung: - Ausflüge in die Natur
- Projekte mit Thema Jahreszeiten
- Experimente zu bestimmen Themen (heiß/kalt, laut/leise)
Bewegung:
Zielsetzung: - die Körperwahrnehmung des einzelnen Kindes stärken
- die Kinder unterstützen, die eigenen motorischen Fähigkeiten
und Fertigkeiten zu erforschen und erproben
- die Kinder in ihrem Bewegungsdrang unterstützen
Umsetzung: - mit Bewegungs- und Motorikangeboten
- dem Besuch auf dem Spielplatz, Klettern-Gleichgewicht
- mit Ausflügen in die nähere Umgebung
- Entspannungsübungen mit Phantasiereisen
Ästhetische Erziehung:
Zielsetzung: - Freude und Spaß an der eigenen Kreativität wecken
- den Kindern unterschiedliche Materialien und Werkzeuge vorstellen
- mit den Kindern vers. Techniken der Gestaltung ausprobieren
- den Kindern Farben und Formen vorstellen
- den Kindern den Umgang mit vers. Hilfsmitteln vermitteln
Umsetzung: - Bereitstellung vers. Materialien (Stifte, Kleber, Papier, Knete…)
- durch gezielte Angebote zu Themen, wie z.B. Ostern, Weihn…)
- durch das Anlegen einer Malmappe, in der Werke gesammelt werden
- durch Aufhängen der Werke im Gruppenraum
4.1 Haltung/ Menschenbild
Jeder Mensch ist einzigartig und bringt von Natur aus unterschiedliche Talente, Begabungen und Vorraussetzungen
mit. Jedes Kind bekommt bei mir die Möglichkeit, die eigenen Stärken und Schwächen zu entdecken. Damit ich Ihr Kind bei
der Entwicklung seiner eigenen Persönlichkeit, des Selbstbewusstseins und der Eigenständigkeit fordern und fördern kann,
ist ein achtsamer, respektvoller und würdevoller Umgang mit Ihrem Kind für mich unerlässlich.
4.2 Inklusion
Für mich bedeutet Inklusion, dass die Kindertagespflege allen Kindern gleichermaßen offen stehen soll, unabhängig davon,
ob sie körperlich, psychisch oder geistig beeinträchtigt sind, ob sie einer anderen Kultur oder Religion angehören, ob sie hochbegabt
sind oder sonstige Besonderheiten aufweisen.
Im Unterschied zu Integration bedeutet Inkluision, dass sich die Tagespflege an die besonderen Bedürfnisse der Kinder anpassen
soll und nicht umgekehrt. In einer inklusiven Einrichtung soll es keine definierte Normalität geben, in die das Kind einzugliedern ist.
Es ist normal verschieden zu sein. Einen Lehrgang hierzu besuche ich beim Landesverband Rheinland im Jahre 2019.
4.3 Partizipation
Partizipation bedeutet, dass Menschen, egal wie klein sie auch sein mögen, ein Recht darauf haben an Entscheidungen beteiligt zu
sein. Lösungen sollen nicht von Erwachsenen vorgegeben werden, sondern in der Aushandlung miteinander entstehen.
Da sich viele Kinder noch nicht sprachlich äußern können, ist es für mich besonders wichtig, die Körpersprache der Kinder
wahrzunehmen und zu deuten. Dieses setzt eine erfolgreiche Eingewöhnungszeit voraus, damit ich die Kinder gut kennenlernen
und eine Bindung zu ihnen aufbauen kann. Müdigkeit, Hunger, Schmerzen ect. äußern die Kinder sehr häufig durch Körpersignale. Diese
Bedürfnisse zu erkennen und zu stillen ist von großer Bedeutung. Bei Mahlzeiten z.B. entscheiden die Kinder selber was und wieviel
sie essen und trinken möchten.
4.4 Bildungsbereiche
ICH Kompetenzen: Hierbei unterstütze ich die Eigenständigkeit und Einzigartigkeit
des einzelnen Kindes. z.B. durch Rollenspiele, Theaterspiel …
Selbstbewusstsein: Eigene Möglichkeiten entdecken und lernen sich etwas
zuzutrauen, lernen mit sich zu sein und aus eigenen Ressourcen zu schöpfen,
selbstständig werden im Sinne von Stärkung des Selbstbewusstseins, lernen
Kontakt mit sich und anderen umzugehen.
Selbstvertrauen: Zutrauen zum eigenen Können und den eigenen Grenzen lernen,
die eigenen und fremden Grenzen wahrzunehmen und zu achten.
Selbstwert: Den eigenen Selbstwert unabhängig von der Leistung zu erkennen.
Wachstum: Stärkung der Individualität. Zutrauen in die eigene Kraft sich selbst
zu kennen und sich erlauben weiterzuentwickeln und entfalten zu dürfen, Offenheit
und Experimentierfreude als Voraussetzung zum Wachsen.
Verantwortungsbewusstsein: Lernen Aufgaben und Pflichten zu übernehmen und
diese einzuhalten.
Wertschätzung: Den Wert des Anderen anerkennen und respektieren, ohne dass
der Andere eine Leistung erbringen muss; lernen Zuwendung zu geben und zu
bekommen; Toleranz gegenüber dem Anderen.
Sachkompetenz: Hierbei möchte ich jedes Kind dabei ünterstützen, seine Fähig-
keinen wahrzunehmen, auszudrücken und zu entwickeln. (durch psychomotorische
Spiele, Übungen zur Körperwahrnehmung.
Lernfähigkeit: Neugierde am Lernen, gemeinsam Erleben und Spielen wecken
die Konzentrationsfähigkeit, die eigene Wahrnehmung schärfen, um Details klarer.
wahrzunehmen und sich auf etwas konzentrieren zu können.
Schulung der Sinne: Sich auf die eigenen Sinne verlassen; sie verfeinern und
schärfen, sensibilisieren von Augen-, Riech-, Schmeck- und Tastsinn.
Lernmotorische Kompetenzen: Ich möchte jedem Kind die Freude und die Neu-
gierde am experimentieren eröffnen um die eigenen Möglichkeiten auszuschöpfen.
Schulung der Motorik: Schulen der Grob- und Feinmotorik, kennenlernen verschiedener
Materialien und deren Umgang.
Entwicklung der eigenen Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeiten: Sich
praktisches und theoretisches Wissen aneignen, die eigenen Fähig- und Fertig-
keiten erweitern, lernen wie man lernt, unterscheiden zwischen wichtigem und
unwichtigem.
Eigene Lösungen erkennen: Die Fähigkeit zu entwickeln und erobern, Lernen den
eigenen Lernwegen zu vertrauen, Unterstützung holen, Dinge auszuprobieren und
zu experimentieren.
4.5 Bildungsdokumentation
Beobachten und dokumentieren bildet eine wesentliche Grundlage meiner pädagogischen Arbeit und hilft die
Qualität meiner Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln. Beobachtungen und Dokumentationen werden von mir für jedes Kind
durchgeführt und erstellt. Sie sind ein Instrument um den Entwicklungsstand des Kindes zu evaluieren und neue Ziele festzulegen.
Sie erleichtern es mir das Verhalten der Kinder besser zu verstehen. Weiterhin bilden regelmäßige.Dokumentationen und
Beobachtungen eine Basis für das Entwicklungsgespräch mit den Eltern. So kann der Entwicklungsstand bzw. Entwicklungsfortschritte
eine jeden Kindes in der Umsetzung des Wissens zur Anregung und Förderung des Bildungsprozesses berücksichtigt werden.
Besprechung und Abstimmung der Aktivitäten zur Anregung und Förderung der Bildungsprozesse des Kindes erfolge
gemeinsam mit den Eltern.
4.6 Erziehungsschwerpunkte
Die Betreuung meiner Tageskinder findet nur in kleinen Gruppen von max. 5 Kindern statt. Dadurch ist eine Beziehung zwischen
Eltern, Kind und der Tagespflegeperson familiär gestaltet. Sie erleichtert vielen Kindern den ersten Einstieg in eine fremde
Betreuungssituation und auch den Umgang zu anderen Kindern.
Ich verstehe meine Arbeit als familienergänzendes Angebot. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächsbereitschaft und in einer gegenseitigen Verantwortlichkeit.
Die entscheidende Person ist hier nicht der Erwachsene, der das Kind betreut und erzieht, sondern das Kind selbst, dass sich
und sein Umfeld zunehmend entdeckt, sich aus der Abhängigkeit befreit und zu Selbstständigkeit gelangen will. Meine
Hauptaufgabe ist es, die dafür nötige Hilfe bereitzustellen um diese Selbst-Bildung zu ermöglichen.
In dieser Form der Gruppenzusammensetzung haben die Kinder die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum in einem
verlässlichen Rahmen Bildung, Erziehung und Betreuung zu erfahren. So haben sie die Möglichkeit zahlreiche Kompetenzen
z.B. in sprachlicher, kognitiver und sozialer Hinsicht zu erwerben.
Ich fördere jedes Kind seinem Alter und Neigung entsprechend. Ein geregelter Tagesablauf hilft den Kindern sich schnell einzufinden
und gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit, die sie in ihrem Umfeld brauchen.
Sowohl im Umgang miteinander als auch besonders im öffentlichen Leben müssen die Kinder lernen, sich an bestimmte Regeln
zu halten.
5.0 Ernährung
Die Ernährung ist bereits schon ab dem Säuglingsalter ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung des Kindes.
Sollte Ihr Kind als Säugling zu mir in die Tagespflege kommen, bitte ich die Eltern sich für die Ernährung (Muttermilch,
Flaschennahrung, Brei usw.) verantwortlich zu fühlen, bis es feste Nahrung zu sich nehmen darf.
Grundsätzlich sind die Speisen so zusammengestellt, dass ich den Kindern stets eine vitaminreiche, ausgewogene und
abwechslungsreiche Ernährung biete.
Bei der Zubereitung wird besonders viel Wert darauf gelegt, dass das Essen kindergerecht bleibt und
dementsprechend werden die Mahlzeiten auch zubereitet und gewürzt. Es wird täglich frisch gekocht. Je nach Jahreszeit
gibt es natürlich auch frisches Obst, wie Pflaumen, Kirschen bis hin zum leckeren Apfel aus dem Garten, den ganzen Tag über.
5.1 Hygiene und Sauberkeit
Wie bereits auch zu Hause auf die Hygiene des Kindes geachtet wird, so selbstverständlich ist es auch in der Kindertageseinrichtung.
Ich werde die Kinder dabei unterstützen sauber zu werden. Das mehrmalige Händewaschen am Tag gehört natürlich auch dazu.
Mit den größeren Kindern übe ich regelmäßig das richtige Zähneputzen.
5.2 Stärkung der Abwehrkräfte
Da sich die Kinder im Sommer wie auch im Winter sehr oft an der frischen Luft aufhalten, werden ihre Abwehrkräfte gestärkt.
Der tägliche Mittagsschlaf ist für die Kinder notwendig, damit sie neue Energie für den Rest des Tages sammeln.
Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung gehört zur Stärkung der Abwehrkräfte genauso dazu.
6.0 Eingewöhnung in Bezug auf das Berliner Modell
Damit sich das Kind langsam an die neue Umgebung und mich als Bezugsperson gewöhnen kann, wird die Eingewöhnungszeit
ganz nach dem individuellem Tempo des Kindes angepasst. Die Eingewöhnung findet nach dem sogenannten Berliner
Modell statt. In Ruhe und mit viel Zeit für das Kind möchte ich eine gute Basis und Vertrauen aufbauen. Diese Basis kann
jedoch nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern entstehen.
Schon im ersten Aufnahmegespräch werden die Eltern über meine Arbeit in der Kindertagesbetreuung informiert. Fragen
werden geklärt und wichtige Informationen über das Kind ausgetauscht. (Vorlieben, Gewohnheiten, Allergien…).
In den ersten Tagen der Eingewöhnung begleiten die Eltern das Kind. So lernen Sie vor Ort meine pädagogische Arbeit kennen
und haben die Möglichkeit zusammen mit dem Kind Vertrauen zu mir aufzubauen. Die Eingewöhnungszeit ist von Kind zu Kind
verschieden.
Deswegen bitte ich die Eltern sich darauf einzustellen, damit dem Kind die Zeit zugestanden werden kann, die es benötigt.
Auch werde ich mich voll dem Rhythmus des Kindes anpassen und mir diese Zeit mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen nehmen.
Ein guter Start ist schließlich Voraussetzung dafür, dass wir uns in aller Ruhe gut aneinander gewöhnen und gelassen aufeinander
zugehen können.
7.0 Ruhephasen und Schlafbedürfnisse
Für ein- bis dreijährige Kinder sind regelmäßige Ruhezeiten wichtig. Neben viel Bewegung brauchen Kleinkinder auch Ruhe-
und Schlafphasen zum Erholen. Neben der Schlafzeit nachts ist für Kleinkinder eine Ruhephase am Tag empfehlenswert.
Das muss nicht zwangsläufig ein Mittagsschlaf sein: auf einer Decke ausruhen, sich gemeinsam ein Buch anschauen oder kuscheln
ist ebenso gut.
Wie viel Ruhe und Schlaf ein Kleinkind täglich braucht, ist individuell verschieden. Auch beim Einschlafen sind Kleinkinder
verschieden: Während einige Kinder leicht in den Schlaf finden, fällt dies anderen eher schwer. Das Einschlafen Ihrer
Kinder unterstütze ich mit verschiedenen Ritualen. Neben einer ruhigen und entspannten Umgebung sorgen vor allem
regelmäßige Schlafenszeiten dafür, dass Kinder zur Ruhe finden. Vorlesen von Geschichten und Lieder eignen sich ebenfalls
als Einschlafhilfe.
8.0. Tagesablauf und Rituale
Regeln und Rituale sind wichtige Orientierungspunkte für Kinder. Sie geben den Kindern Sicherheit und erleichtern den Abschied
von den Eltern. Sie ordnen und strukturieren den Tagesablauf. Das Kind weiß, wie der Tag aufgebaut ist und kann sich auf
die wiederkehrenden Eckpunkte, wie z.B. das Mittagessen zur selben Zeit, den anschliessenden Mittagsschlaf oder das
gemeinsame Aufräumen vor dem nach Hause gehen, etc. verlassen. Nur so kann sich das Kind unbeschwert auf eine
Betreuung außerhalb der eigenen Familie einlassen.
Weihnachten, Ostern und andere Feste gestalte ich für die Kinder im christlichen Sinn. Allerdings vermittle ich die Inhalte
lediglich grob kindgerecht und beziehe andere Kulturen und Feste mit ein. Natürlich werden die Kulturen, Traditionen der
Kinderfamilien aufgegriffen und kennengelernt.
Natürlich gibt es in dem Tagesablauf immer wieder Abweichungen.
9.0 Zusammenarbeit mit den Eltern
Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist mir sehr wichtig. Es dauert einige Zeit, bis sich alle an die neue Situation gewöhnt
haben. Um diese Situation für alle Tageskinder und Eltern zu erleichtern, veranstalten wir Ende Juli eines jeden Jahres einen
Grillnachmittag. Hier können sich die Eltern und ich untereinander in Ruhe austauschen und kennenlernen. An diesem Tag
verabschieden wir auch die „großen“ Kinder in den Kindergarten und begrüßen die „neuen“ Kinder.
Des weiteren treffen wir uns noch mal in der Vorweihnachtszeit. Dann schaut der Nikolaus bei uns vorbei. Bei Kaffee, Kakao
und Plätzchen eröffnen wir gemeinsam die Vorweihnachtszeit. Diese beiden Treffen tragen auch dazu bei, dass die Eltern,
sowie die Kinder Kontakte knüpfen können. Gemeinsam wollen wir Ihrem Kind helfen sich zu einem selbstständigen und selbst-
bewussten kleinen Menschen zu entwickeln. Hierzu sind regelmäßige Gespräche mit den Eltern über die Entwicklung wichtig.
Es geht dabei um den Entwicklungsstand des Kindes, um Stärken und Schwächen. In diesen Gesprächen können aber auch
Ihre Sorgen und Nöte mit ihrem Kind besprochen werden.
In der Eingewöhnungszeit bin ich gerne bereit mit den Eltern telefonischen Kontakt zu halten um sie zu informieren, ob sich Ihr
Kind wohlfühlt. Allerdings bin ich nicht imstande, zu jeder Mutter oder Vater jeden Tag per Telefon oder Handy Kontakt zu halten.
Dieses würde ein Zeitlimit einnehmen, welches ich nicht verantworten kann. Selbstverständlich können wir uns zu den Abholzeiten
über den Tag oder besondere Umstände unterhalten. Ich bitte hier um Ihr Verständnis.
10.0 Vertretungen im Krankheits- und Urlaubsfall
Für den Fall, dass ich wegen Urlaub oder Krankheit ausfalle, gibt es die Möglichkeit für eine Vertretung. Hierfür ist die
Zusammenarbeit mit anderen Tagesmüttern unabdinglich. Dieses bringen wir in unsere Arbeit durch verschiedene Treffen mit ein.
11.0 Schlusswort
Dieses Konzept soll Ihnen einen Einblick in meine Arbeit mit Ihrem Kind geben.
Es dient sowohl Ihnen als auch mir als Leitfaden und Orientierungshilfe im täglichen
Umgang mit Ihrem Kind und es gibt Ihnen die Möglichkeit sich mit den Zielen
meiner pädagogischen, inklusiven Arbeit auseinander zu setzen.
Mein Ziel ist es, Ihr Kind mit Geduld und Liebe in einer kindgerechten Umgebung
zu betreuen, zu fördern und mich gemeinsam mit Ihrem Kind und Ihnen über jeden
noch so kleinen Entwicklungsschritt zu freuen.
Von der gemeinsamen Zeit in der Tagespflege profitieren alle Kinder, da sie den
selbstverständlichen Umgang mit Behinderung und Entwicklungsverzögerung
erleben. Sie lernen Fähigkeiten und Schwächen bei sich und den anderen zu
akzeptieren. Sie gehen mit diesen Erfahrungen um und erwerben verstärkt soziale
Kompetenzen.
Durch das alltägliche Miteinander entwickeln sich positive Beziehungen zwischen
allen Kindern.
Zusammenfassend möchte ich hervorheben, dass mir der Umgang mit den Kindern
viel Freude sowie großen Spaß bereitet und ich hoffe auf eine gute Zusammen-
arbeit.