Sandra Martens

Franz-Schneider-Str. 11a

47574 Goch

Tel.-Nr.: 02823/4193034

Handy-Nr.: 0151/15874964

 

 

 

 

 

 

Pädagogische Konzeption der „Windelzwerge“

 

„Wir sind niemals am Ziel, aber immer auf dem Weg“

Vinzenz van Paul

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.0   Vorwort............................................................................................ 3

2.0 Über mich - Beruf aus Leidenschaft................................................ 3

2.1 Meine Familie.................................................................................... 3

2.2 Pflegeerlaubnis................................................................................. 3

2.3 Polizeiliches Führungszeugnis........................................................ 4

2.4 Gesundheitszeugnis......................................................................... 4

3.0 Vorstellung der Kindertagespflege.................................................. 4

3.1 Lage................................................................................................... 5

3.2 Betreuungszeiten ab 2025............................................................... 5

3.3 Schließzeiten..................................................................................... 5

3.4 Räumlichkeiten.................................................................................. 6

3.5 Außengelände.................................................................................... 7

4.0 Ziele meiner pädagogischen Arbeit.................................................. 7

4.2 Inklusion............................................................................................. 9

4.3 Partizipation...................................................................................... 10

4.4 Bildungsbereiche.............................................................................. 10

4.5 Bildungsdokumentation................................................................... 11

4.6 Erziehungsschwerpunkte................................................................. 12

5.0 Ernährung.......................................................................................... 12

5.1 Hygiene und Sauberkeit.................................................................... 13

5.2 Stärkung der Abwehrkräfte............................................................... 13

6.0 Eingewöhnung in Bezug auf das Berliner Modell............................ 13

7.0 Ruhephasen und Schlafbedürfnisse................................................ 14

8.0 Tagesablauf und Rituale................................................................... 14

9.0 Zusammenarbeit mit den Eltern...................................................... 15

10.0 Vertretungen im Krankheits- und Urlaubsfall................................ 16

11.0 Schlusswort.................................................................................... 16

 

 

1.0  Vorwort

            Liebe Eltern, Sie spielen mit dem Gedanken Ihr Kind von einer

            Tagesmutter betreuen zu lassen oder sind schon auf konkreter Suche

            nach DER Tagesmutter für Ihr Kind. Dieses pädagogische inklusive Konzept der

            Tagespflegestelle „Die Windelzwerge“ soll Ihnen einen Einblick in

            meine Arbeit mit den Kindern ermöglichen und Ihnen helfen mich

            etwas näher kennenzulernen.

 

2.0  Über mich - Beruf aus Leidenschaft

             Mein Name ist Sandra Martens. Ich bin im Juni 1975 in Goch geboren.

             Seit 1999 bin ich verheiratet. Meinem Hobby gehe ich beim Spielmannszug der Feuerwehr Goch nach. Des-

             weiteren spiele ich seit meinem dritten Lebensjahr sehr gerne Klavier.

             Die Ausbildung zur Bürokauffrau absolvierte ich 1994 mit Erfolg. 20 Jahre bin ich meinem Beruf im Büro

             nachgegangen. Da meine Firma 2010 Insolvenz beantragte, musste ich mich neu orientieren. Aufgrund

             meiner Tätigkeit als Jugendwart und Flötenausbilderin bei der Feuerwehr, sowie mehreren Jugendlagerfahrten,

             fiel mir der Entschluss nicht schwer. Bereits im Jahr 2010 führte ich Gespräche mit dem Gocher Jugendamt

             und qualifizierte mich als Tagesmutter.

 

2.1   Meine Familie

             Mein Mann heißt Jochen Martens, ist 1970 geboren, und arbeitet bei den Gocher Stadtwerken als Sperrkassierer.

             Unser gemeinsamer Sohn Luca Malco ist im Jahr 2003 geboren und unsere Tochter Sina Sophia kam 2008 zur Welt.             

             Unsere Familie wird von unseren Katern Mailo und Bo abgerundet.

 

2.2   Pflegeerlaubnis

              Die aktuelle Pflegeerlaubnis vom 19.02.2024 wurde mir vom Jugendamt Goch erteilt. Diese beinhaltet, dass ich

              Kinder in der Tagespflege aufnehmen und betreuen darf. Die Erlaubnis befugt zur Betreuung von bis zu acht Kindern,

              von denen fünf gleichzeitig anwesend sein dürfen.

2.3   Polizeiliches Führungszeugnis

               Ein polizeiliches Führungszeugnis ist verpflichtend und liegt dem Gocher Jugendamt vor.

2.4   Gesundheitszeugnis

               Ein Gesundheitszeugnis ist verpflichtend und liegt dem Gocher Jugendamt vor.3.0       Vorstellung der Kindertagespflege

3.0   Vorstellung der Kindertagespflege

               Im Jahr 2010 habe ich die Qualifikationskurse zur Tagespflegeperson absolviert.                     

               Seit Dezember 2010 betreue ich Tageskinder an fünf Tagen in der Woche in der Einliegerwohnung in unserem

               Einfamilienhaus. Den Kindern und mir stehen für die Tagespflege Räumlichkeiten von 70 qm zur Verfügung.

               Es gibt einen recht strukturierten Tagesablauf, der wie folgt aussieht: Die Ankommenszeit der Kinder liegt

               zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr. Gegen 08:30 Uhr frühstücken wir gemeinsam. Anschließend setzen wir

               uns zu unserer Singrunde zusammen. Nachdem wir den Frühstückstisch gemeinsam aufgeräumt haben, und das

               Wetter mitspielt, gehen wir nach draußen. Hier haben wir dann verschiedene Aktivitäten.

               (z.B. Ausflug mit der Bakfiets - Weezer Tierpark, Picknick, zum Turnen in der Hassumer Turnhalle, Spielplatz,

               Spaziergänge, Besuch anderer Tagesmütter (für den Vertretungsfall), malen, basteln, backen, kneten, arbeiten mit      

               Rasierschaum, Fahrt zur Möwenkolonie, Ausflüge in den Wald …). Dabei gehe ich weitestgehend auf die Wünsche

               der Kinder ein.

               Gegen 11:45 Uhr decken wir den Tisch für das gemeinsame Mittagessen, welches wir gegen 12:00 Uhr zu uns

               nehmen. Im Sommer auch gerne draußen auf der Terrasse. Anschließend ist es Zeit für den Mittagsschlaf. Jedes

               Kind schläft individuell. Da ich mehrere Schlafräume habe, ist es möglich, die „Langschläfer“ sowie die „Kurzschläfer“

               entsprechend zusammenzulegen. Hier können die Kinder auch selber mitentscheiden. Nachdem alle ausgeschlafen sind,

               nehmen wir noch einen kleinen Snack zu uns. Die ersten Kinder werden gegen 15:00 Uhr abgeholt.

               Mit den anderen Kindern geht es dann in den Garten. Hier stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

               Wir können in den Sandkasten, schaukeln, auf das Trampolin, mit Autos spielen, mit Laufräder oder Bobbycar fahren,

               rutschen oder klettern, oder nochmals gemeinsame Aktivitäten durchführen.

               Jedes einzelne Kind darf selber entscheiden, an welchen Aktionen es teilnehmen möchte. Nicht alle haben immer Lust,

               zur vorgegebenen Zeit, das vor-gegebene Angebot zu nutzen. Diese Entscheidung liegt beim Kind selber.

           

3.1    Lage

               Meine Tagespflegestelle liegt am Rand von Goch, sehr dicht an der niederländischen Grenze. Wenn man vom Zentrum

               Goch nach Siebengewald (Niederlande) fährt, kommt man an einen Kreisverkehr. Diesen muss man an der ersten Ausfahrt

               verlassen. Von dieser Straße, der Karl-Leisner-Straße, fährt man die zweite Straße links und die erste wieder links. Da

               befindet sich unser Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung auf der Franz-Schneider-Str. 11a.

               Wir sind von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben. Diese sind sehr leicht und  schnell zu erreichen.

               Erkundet wird dann beim Spaziergang, mit dem Fahrrad (Bakfiets) oder mit den Laufrädern. Natürlich lernen wir dann

               auch die Tiere (Kühe, Schafe, Schweine, Schmetterlinge, Hasen …) kennen.

               Ein großer Spielplatz befindet sich ca. 300 m weit entfernt. Dieser ist ebenfalls sehr

               schnell und einfach zu erreichen.

 

3.2   Betreuungszeiten ab 2025

                Montag:        07:00 - 15:45 Uhr

                Dienstag:       07:00 - 15:45 Uhr    

                Mittwoch:       07:00 - 15:45 Uhr

                Donnerstag:  07:00 - 15:45 Uhr               

                Freitag:          geschlossen

               Samstag:       geschlossen             

           

3.3  Schließzeiten

               Mein Urlaub beträgt  24 Tage im Jahr. Im Juli eines jeden Jahres gebe ich meinen Urlaub für das kommende Jahr an alle

               schriftlich weiter. Dieses lasse ich mir auch von den Erziehungsberechtigten unterschreiben. Es besteht die Möglichkeit, dass     

               Ihre Kinder durch eine Vertretung betreut werden. Diese Vertretungen sind den Kindern, sowie den Eltern bekannt. Die Absprache

               der zu vertretenden Tage wird zwischen den Tagespflegepersonen und den Eltern besprochen.

 

3.4  Räumlichkeiten

               Wir wohnen in einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Diese Einliegerwohnung nutze ich für die Tagespflege.

               Sie hat eine Größe von 70 qm und beinhaltet 4 Räume. Die Küche, das Bad, ein Spielzimmer und einen großen

               Aufenthaltsraum. Die drei Schlafräume befinden sich im ersten Geschoss. Diese

               Schlafräume erreichen wir über die Treppe in der anderen Haushälfte.



 

 

3.5   Außengelände

               Unser Garten umfasst ca. 400 qm. Der Garten ist an allen Seiten gesichert. Hier ergeben sich viele Spielmöglichkeiten.

               Wir haben einen großen Sandkasten, eine Spielburg, ein eingelassenes Trampolin, Schaukeln, Balancierstämme, Hängematte

               Bobbycars, Laufräder, verschiedene Klettermöglichkeiten uvm.

               Desweiteren haben wir ein Hochbeet, welches die Kinder mit mir begärtnern.

 


 

 

 

 

4.0    Ziele meiner pädagogischen Arbeit

                Jedes Kind ist von Geburt an ein einzigartiger, vollwertiger Mensch mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Begabungen

                 und Wahrnehmungen. Sie fühlen, sehen, denken und äußern sich, jedes auf seine Art. Sie wollen die Welt erkunden,                

                 begreifen, fühlen, ertasten und verstehen. Jedes Kind hat Talente, die gefunden und gefördert werden sollten. Wenn Kinder,

                 ihre Fähigkeiten entdecken, entwickeln und einsetzen, tanken sie Selbstbewusstsein und haben Freude am Lernen. Um sie in

                 ihrem Wesen, ihren Begabungen und ihrer Persönlichkeit zu stärken, muss ich als Tagesmutter meine Bedürfnisse und Einstellungen

                 zu ihrem Tun und Handeln reflektieren und hinterfragen. Die Achtung des Kindes als individuelles Subjekt mit all seinen

                 Begabungen, Gefühlen, Fähigkeiten und seinem Temperament ist der Ausgangspunkt meiner pädagogischen Arbeit.

 

            Sprachliche Förderung und Bildung:

            Zielsetzung:  - Spaß und Freude am Sprechen vermitteln

                                    - Interesse an Dialogen wecken

                                    - Respektvoller Umgang bei der individuellen Sprachentwicklung

            Umsetzung   - beim Morgenkreis

                                    - mit Liedern, beim Vorlesen und Sprechen

                                    - mit Finger- und Rollenspielen

            Mathematische Bildung:

            Zielsetzung:  - mathematische Grundstrukturen im Alltag

                                    - unterschiedliche Materialien auf Beschaffenheit untersuchen

                                    - Mengen, Formen, Länge, Größe und Zahlen mit allen Sinnen

                                      begreifen und kennenlernen

            Umsetzung:  - beim Sortieren von Materialien, z.B. beim Aufräumen

                                    - beim Tisch decken, dem Verteilen von Geschirr und Besteck

            Musikalische Bildung:

            Zielsetzung:  - Freude und Spaß an Musik entwickeln

                                    - Kreativer Umgang mit Musik und Sprache, Tanz und Bewegung

                                    - kennenlernen verschiedener Instrumente

                                    - Geräusche im Alltag wahrnehmen und zuordnen können

                                    - Gefühle über Musik und Rhythmus ausdrücken lernen

            Umsetzung:  - beim Singen, mit Kreisspielen, bei Tanz und Musik

                                    - beim Ausprobieren und Spielen unterschiedlicher Instrumente

                                    - Einsatz von Tüchern beim Tanzen und Bewegung

            Naturwissenschaftliche und technische Bildung:

            Zielsetzung:  - den Kindern durch Experimente Zusammenhänge erfahrbarer

                                      machen (Wachstum von Pflanzen, Wechsel der Jahreszeiten…)

                                    - im Umgang mit verschiedenen Stoffen und Materialien

                                    - sinnliche Erfahrungen Sammeln (kneten, pusten, rühren…)

            Umsetzung:  - Ausflüge in die Natur

                                    - Projekte mit Thema Jahreszeiten

                                    - Experimente zu bestimmen Themen (heiß/kalt, laut/leise)

            Bewegung:

            Zielsetzung:  - die Körperwahrnehmung des einzelnen Kindes stärken

                                    - die Kinder unterstützen, die eigenen motorischen Fähigkeiten

                                      und Fertigkeiten zu erforschen und erproben

                                    - die Kinder in ihrem Bewegungsdrang unterstützen

            Umsetzung:  - mit Bewegungs- und Motorikangeboten

                                    - dem Besuch auf dem Spielplatz, Klettern-Gleichgewicht

                                    - mit Ausflügen in die nähere Umgebung

                                    - Entspannungsübungen mit Phantasiereisen

            Ästhetische Erziehung:

            Zielsetzung:  - Freude und Spaß an der eigenen Kreativität wecken

                                    - den Kindern unterschiedliche Materialien und Werkzeuge vorstellen

                                    - mit den Kindern vers. Techniken der Gestaltung ausprobieren

                                    - den Kindern Farben und Formen vorstellen

                                    - den Kindern den Umgang mit vers. Hilfsmitteln vermitteln

            Umsetzung:  - Bereitstellung vers. Materialien (Stifte, Kleber, Papier, Knete…)

                                    - durch gezielte Angebote zu Themen, wie z.B. Ostern, Weihn…)

                                    - durch das Anlegen einer Malmappe, in der Werke gesammelt werden         

                                    - durch Aufhängen der Werke im Gruppenraum

 

4.1      Haltung/ Menschenbild

                Jeder Mensch ist einzigartig und bringt von Natur aus unterschiedliche Talente, Begabungen und Vorraussetzungen

                 mit. Jedes Kind bekommt bei mir die Möglichkeit, die eigenen Stärken und Schwächen zu entdecken. Damit ich Ihr Kind bei

                 der Entwicklung seiner eigenen Persönlichkeit, des Selbstbewusstseins und der Eigenständigkeit fordern und fördern kann,

                 ist ein achtsamer, respektvoller und würdevoller Umgang mit Ihrem Kind für mich unerlässlich.  

           

4.2    Inklusion

                 Für mich bedeutet Inklusion, dass die Kindertagespflege allen Kindern gleichermaßen offen stehen soll, unabhängig davon,

                 ob sie körperlich, psychisch oder geistig beeinträchtigt sind, ob sie einer anderen Kultur oder Religion angehören, ob sie hochbegabt

                 sind oder sonstige Besonderheiten aufweisen.

                 Im Unterschied zu Integration bedeutet Inkluision, dass sich die Tagespflege an die besonderen Bedürfnisse der Kinder anpassen

                 soll und nicht umgekehrt. In einer inklusiven Einrichtung soll es keine definierte Normalität geben, in die das Kind einzugliedern ist.

                 Es ist normal verschieden zu sein. Einen Lehrgang hierzu besuche ich beim Landesverband Rheinland im Jahre 2019.

 

4.3     Partizipation

                  Partizipation bedeutet, dass Menschen, egal wie klein sie auch sein mögen, ein Recht darauf haben an Entscheidungen beteiligt zu

                  sein. Lösungen sollen nicht von Erwachsenen vorgegeben werden, sondern in der Aushandlung miteinander entstehen.

                  Da sich viele Kinder noch nicht sprachlich äußern können, ist es für mich besonders wichtig, die Körpersprache der Kinder

                  wahrzunehmen und zu deuten. Dieses setzt eine erfolgreiche Eingewöhnungszeit voraus, damit ich die Kinder gut kennenlernen

                  und eine Bindung zu ihnen aufbauen kann. Müdigkeit, Hunger, Schmerzen ect. äußern die Kinder sehr häufig durch Körpersignale. Diese

                  Bedürfnisse zu erkennen und zu stillen ist von großer Bedeutung. Bei Mahlzeiten z.B. entscheiden die Kinder selber was und wieviel

                  sie essen und trinken möchten.

           

 

4.4       Bildungsbereiche

                  ICH Kompetenzen: Hierbei unterstütze ich die Eigenständigkeit und Einzigartigkeit

                  des einzelnen Kindes. z.B. durch Rollenspiele, Theaterspiel …

                  Selbstbewusstsein: Eigene Möglichkeiten entdecken und lernen sich etwas

                  zuzutrauen, lernen mit sich zu sein und aus eigenen Ressourcen zu schöpfen,

                  selbstständig werden im Sinne von Stärkung des Selbstbewusstseins, lernen

                  Kontakt mit sich und anderen umzugehen.

                  Selbstvertrauen: Zutrauen zum eigenen Können und den eigenen Grenzen lernen,

                  die eigenen und fremden Grenzen wahrzunehmen und zu achten.

                  Selbstwert: Den eigenen Selbstwert unabhängig von der Leistung zu erkennen.

                  Wachstum: Stärkung der Individualität. Zutrauen in die eigene Kraft sich selbst

                  zu kennen und sich erlauben weiterzuentwickeln und entfalten zu dürfen, Offenheit

                  und Experimentierfreude als Voraussetzung zum Wachsen.

                  Verantwortungsbewusstsein: Lernen Aufgaben und Pflichten zu übernehmen und

                  diese einzuhalten.

                  Wertschätzung: Den Wert des Anderen anerkennen und respektieren, ohne dass

                  der Andere eine Leistung erbringen muss; lernen Zuwendung zu geben und zu

                  bekommen; Toleranz gegenüber dem Anderen.

                  Sachkompetenz: Hierbei möchte ich jedes Kind dabei ünterstützen, seine Fähig-

                  keinen wahrzunehmen, auszudrücken und zu entwickeln. (durch psychomotorische

                  Spiele, Übungen zur Körperwahrnehmung.

                  Lernfähigkeit: Neugierde am Lernen, gemeinsam Erleben und Spielen wecken

                  die Konzentrationsfähigkeit, die eigene Wahrnehmung schärfen, um Details klarer.   

                  wahrzunehmen und sich auf etwas konzentrieren zu können.

                  Schulung der Sinne: Sich auf die eigenen Sinne verlassen; sie verfeinern und

                  schärfen, sensibilisieren von Augen-, Riech-, Schmeck- und Tastsinn.

                  Lernmotorische Kompetenzen: Ich möchte jedem Kind die Freude und die Neu-

                  gierde am experimentieren eröffnen um die eigenen Möglichkeiten auszuschöpfen.

                  Schulung der Motorik: Schulen der Grob- und Feinmotorik, kennenlernen verschiedener

                  Materialien und deren Umgang.

                  Entwicklung der eigenen Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeiten: Sich           

                  praktisches und theoretisches Wissen aneignen, die eigenen Fähig- und Fertig-

                  keiten erweitern, lernen wie man lernt, unterscheiden zwischen wichtigem und

                 unwichtigem.

                 Eigene Lösungen erkennen: Die Fähigkeit zu entwickeln und erobern, Lernen den    

                 eigenen Lernwegen zu vertrauen, Unterstützung holen, Dinge auszuprobieren und

                 zu experimentieren.

 

4.5   Bildungsdokumentation

                Beobachten und dokumentieren bildet eine wesentliche Grundlage meiner pädagogischen Arbeit und hilft die

                Qualität meiner Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln. Beobachtungen und Dokumentationen werden von mir für jedes Kind

                durchgeführt und erstellt. Sie sind ein Instrument um den Entwicklungsstand des Kindes zu evaluieren und neue Ziele festzulegen.

                Sie erleichtern es mir das Verhalten der Kinder besser zu verstehen. Weiterhin bilden regelmäßige.Dokumentationen und

                Beobachtungen eine Basis für das Entwicklungsgespräch mit den Eltern. So kann der Entwicklungsstand bzw. Entwicklungsfortschritte

                eine jeden Kindes in der Umsetzung des Wissens zur Anregung und Förderung des Bildungsprozesses berücksichtigt werden.

                Besprechung und Abstimmung der Aktivitäten zur Anregung und Förderung der Bildungsprozesse des Kindes erfolge

                gemeinsam mit den Eltern.

 

 

4.6     Erziehungsschwerpunkte

                Die Betreuung meiner Tageskinder findet nur in kleinen Gruppen von max. 5 Kindern statt. Dadurch ist eine Beziehung zwischen

                Eltern, Kind und der Tagespflegeperson familiär gestaltet. Sie erleichtert vielen Kindern den ersten Einstieg in eine fremde

                Betreuungssituation und auch den Umgang zu anderen Kindern.

                Ich verstehe meine Arbeit als familienergänzendes Angebot. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der engen Zusammenarbeit

                mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächsbereitschaft und in einer gegenseitigen Verantwortlichkeit.

                Die entscheidende Person ist hier nicht der Erwachsene, der das Kind betreut und erzieht, sondern das Kind selbst, dass sich

                und sein Umfeld zunehmend entdeckt, sich aus der Abhängigkeit befreit und zu Selbstständigkeit gelangen will. Meine

                Hauptaufgabe ist es, die dafür nötige Hilfe bereitzustellen um diese Selbst-Bildung zu ermöglichen.

                 In dieser Form der Gruppenzusammensetzung haben die Kinder die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum in einem

                 verlässlichen Rahmen Bildung, Erziehung und Betreuung zu erfahren. So haben sie die Möglichkeit zahlreiche Kompetenzen

                 z.B. in sprachlicher, kognitiver und sozialer Hinsicht zu erwerben.

                 Ich fördere jedes Kind seinem Alter und Neigung entsprechend. Ein geregelter Tagesablauf hilft den Kindern sich schnell einzufinden

                 und gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit, die sie in ihrem Umfeld brauchen.

                 Sowohl im Umgang miteinander als auch besonders im öffentlichen Leben müssen die Kinder lernen, sich an bestimmte Regeln

                 zu halten.

 

5.0    Ernährung

                 Die Ernährung ist bereits schon ab dem Säuglingsalter ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung des Kindes.

                 Sollte Ihr Kind als Säugling zu mir in die Tagespflege kommen, bitte ich die Eltern sich für die Ernährung (Muttermilch,

                 Flaschennahrung, Brei usw.) verantwortlich zu fühlen, bis es feste Nahrung zu sich nehmen darf.

                 Grundsätzlich sind die Speisen so zusammengestellt, dass ich den Kindern stets eine vitaminreiche, ausgewogene und

                 abwechslungsreiche Ernährung biete.

                 Bei der Zubereitung wird besonders viel Wert darauf gelegt, dass das Essen kindergerecht bleibt und

                 dementsprechend werden die Mahlzeiten auch zubereitet und gewürzt. Es wird täglich frisch gekocht. Je nach Jahreszeit

                 gibt es natürlich auch frisches Obst, wie Pflaumen, Kirschen bis hin zum leckeren Apfel aus dem Garten, den ganzen Tag über.

 

5.1    Hygiene und Sauberkeit

                  Wie bereits auch zu Hause auf die Hygiene des Kindes geachtet wird, so selbstverständlich ist es auch in der Kindertageseinrichtung.

                  Ich werde die Kinder dabei unterstützen sauber zu werden. Das mehrmalige Händewaschen am Tag gehört natürlich auch dazu.

                  Mit den größeren Kindern übe ich regelmäßig das richtige Zähneputzen.

 

5.2     Stärkung der Abwehrkräfte

                  Da sich die Kinder im Sommer wie auch im Winter sehr oft an der frischen Luft aufhalten, werden ihre Abwehrkräfte gestärkt.

                  Der tägliche Mittagsschlaf ist für die Kinder notwendig, damit sie neue Energie für den Rest des Tages sammeln.

                  Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung gehört zur Stärkung der Abwehrkräfte genauso dazu.

 

6.0     Eingewöhnung in Bezug auf das Berliner Modell

                  Damit sich das Kind langsam an die neue Umgebung und mich als Bezugsperson  gewöhnen kann, wird die Eingewöhnungszeit

                  ganz nach dem individuellem Tempo des Kindes angepasst. Die Eingewöhnung findet nach dem sogenannten Berliner

                  Modell statt. In Ruhe und mit viel Zeit für das Kind möchte ich eine gute Basis und Vertrauen aufbauen. Diese Basis kann

                  jedoch nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern entstehen.

                  Schon im ersten Aufnahmegespräch werden die Eltern über meine Arbeit in der Kindertagesbetreuung informiert. Fragen

                  werden geklärt und wichtige Informationen über das Kind ausgetauscht. (Vorlieben, Gewohnheiten, Allergien…).

                   In den ersten Tagen der Eingewöhnung begleiten die Eltern das Kind. So lernen Sie    vor Ort meine pädagogische Arbeit kennen

                   und haben die Möglichkeit zusammen mit dem Kind Vertrauen zu mir aufzubauen. Die Eingewöhnungszeit ist von Kind zu Kind

                   verschieden.

                   Deswegen bitte ich die Eltern sich darauf einzustellen, damit dem Kind die Zeit zugestanden werden kann, die es benötigt.

                   Auch werde ich mich voll dem Rhythmus des Kindes anpassen und mir diese Zeit mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen nehmen.

                   Ein guter Start ist schließlich Voraussetzung dafür, dass wir uns in aller Ruhe gut aneinander gewöhnen und gelassen aufeinander

                   zugehen können.

 

7.0      Ruhephasen und Schlafbedürfnisse

                   Für ein- bis dreijährige Kinder sind regelmäßige Ruhezeiten wichtig. Neben viel Bewegung brauchen Kleinkinder auch Ruhe-

                   und Schlafphasen zum Erholen. Neben der Schlafzeit nachts ist für Kleinkinder eine Ruhephase am Tag empfehlenswert.

                   Das muss nicht zwangsläufig ein Mittagsschlaf sein: auf einer Decke ausruhen, sich gemeinsam ein Buch anschauen oder kuscheln

                   ist ebenso gut.

                   Wie viel Ruhe und Schlaf ein Kleinkind täglich braucht, ist individuell verschieden. Auch beim Einschlafen sind Kleinkinder

                   verschieden: Während einige Kinder leicht in den Schlaf finden, fällt dies anderen eher schwer. Das Einschlafen Ihrer

                   Kinder unterstütze ich mit verschiedenen Ritualen. Neben einer ruhigen und entspannten Umgebung sorgen vor allem

                   regelmäßige Schlafenszeiten dafür, dass Kinder zur Ruhe finden. Vorlesen von Geschichten und Lieder eignen sich ebenfalls      

                   als Einschlafhilfe.

 

8.0.    Tagesablauf und Rituale

                  Regeln und Rituale sind wichtige Orientierungspunkte für Kinder. Sie geben den Kindern Sicherheit und erleichtern den Abschied

                  von den Eltern. Sie ordnen und strukturieren den Tagesablauf. Das Kind weiß, wie der Tag aufgebaut ist und kann sich auf

                  die wiederkehrenden Eckpunkte, wie z.B. das Mittagessen zur selben Zeit, den anschliessenden Mittagsschlaf oder das

                  gemeinsame Aufräumen vor dem nach Hause gehen, etc. verlassen. Nur so kann sich das Kind unbeschwert auf eine                     

                  Betreuung außerhalb der eigenen Familie einlassen.

                  Weihnachten, Ostern und andere Feste gestalte ich für die Kinder im christlichen Sinn. Allerdings vermittle ich die Inhalte

                  lediglich grob kindgerecht und beziehe andere Kulturen und Feste mit ein. Natürlich werden die Kulturen, Traditionen der     

                  Kinderfamilien aufgegriffen und kennengelernt.

                  Natürlich gibt es in dem Tagesablauf immer wieder Abweichungen.          

 

9.0     Zusammenarbeit mit den Eltern

                  Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist mir sehr wichtig. Es dauert einige Zeit, bis sich alle an die neue Situation gewöhnt

                  haben. Um diese Situation für alle Tageskinder und Eltern zu erleichtern, veranstalten wir Ende Juli eines jeden Jahres einen

                  Grillnachmittag. Hier können sich die Eltern und ich untereinander in Ruhe austauschen und kennenlernen. An diesem Tag

                  verabschieden wir auch die „großen“ Kinder in den Kindergarten und begrüßen die „neuen“ Kinder.

                  Des weiteren treffen wir uns noch mal in der Vorweihnachtszeit. Dann schaut der Nikolaus bei uns vorbei. Bei Kaffee, Kakao

                  und Plätzchen eröffnen wir gemeinsam die Vorweihnachtszeit. Diese beiden Treffen tragen auch dazu bei, dass die Eltern,

                  sowie die Kinder Kontakte knüpfen können. Gemeinsam wollen wir Ihrem Kind helfen sich zu einem selbstständigen und selbst-

                  bewussten kleinen Menschen zu entwickeln. Hierzu sind regelmäßige Gespräche mit den Eltern über die Entwicklung wichtig.

                  Es geht dabei um den Entwicklungsstand des Kindes, um Stärken und Schwächen. In diesen Gesprächen können aber auch

                  Ihre Sorgen und Nöte mit ihrem Kind besprochen werden.

                  In der Eingewöhnungszeit bin ich gerne bereit mit den Eltern telefonischen Kontakt zu halten um sie zu informieren, ob sich Ihr

                  Kind wohlfühlt. Allerdings bin ich nicht imstande, zu jeder Mutter oder Vater jeden Tag per Telefon oder Handy Kontakt zu halten.

                  Dieses würde ein Zeitlimit einnehmen, welches ich nicht verantworten kann. Selbstverständlich können wir uns zu den Abholzeiten

                  über den Tag oder besondere Umstände unterhalten. Ich bitte hier um Ihr Verständnis.

 

10.0    Vertretungen im Krankheits- und Urlaubsfall

                   Für den Fall, dass ich wegen Urlaub oder Krankheit ausfalle, gibt es die Möglichkeit für eine Vertretung. Hierfür ist die

                   Zusammenarbeit mit anderen Tagesmüttern unabdinglich. Dieses bringen wir in unsere Arbeit durch verschiedene Treffen mit ein. 

 

11.0     Schlusswort

 

                   Dieses Konzept soll Ihnen einen Einblick in meine Arbeit mit Ihrem Kind geben.

                   Es dient sowohl Ihnen als auch mir als Leitfaden und Orientierungshilfe im täglichen

                   Umgang mit Ihrem Kind und es gibt Ihnen die Möglichkeit sich mit den Zielen

                   meiner pädagogischen, inklusiven Arbeit auseinander zu setzen.

                   Mein Ziel ist es, Ihr Kind mit Geduld und Liebe in einer kindgerechten Umgebung

                   zu betreuen, zu fördern und mich gemeinsam mit Ihrem Kind und Ihnen über jeden

                   noch so kleinen Entwicklungsschritt zu freuen.

                   Von der gemeinsamen Zeit in der Tagespflege profitieren alle Kinder, da sie den

                   selbstverständlichen Umgang mit Behinderung und Entwicklungsverzögerung

                   erleben. Sie lernen Fähigkeiten und Schwächen bei sich und den anderen zu

                   akzeptieren. Sie gehen mit diesen Erfahrungen um und erwerben verstärkt soziale

                   Kompetenzen.

                   Durch das alltägliche Miteinander entwickeln sich positive Beziehungen zwischen

                  allen Kindern.

                  Zusammenfassend möchte ich hervorheben, dass mir der Umgang mit den Kindern

                  viel Freude sowie großen Spaß bereitet und ich hoffe auf eine gute Zusammen-

                  arbeit.